Eine Forschung nach passenden Hilfsangeboten für ältere Konsumenten illegaler Substanzen innerhalb DOMUS Amsterdam

Diplomarbeit Pieter Dol en Sjors Ouderkerken


Academie Sociale Studies, Christelijke Hogeschool Ede
Maatschappelijk Werk en Dienstverlening
Mei 2012

 

Zusammenfassung Deutsch:

In dieser Diplomarbeit aus 2012 untersuchen Dol und Ouderkerken in den DOMUS Einrichtungen der Amsterdammer Heilsarmee welche Hilfsangebote für ältere Drogensüchtige bereits bestehen und ob diese an die aktuellen Bedürfnisse der Zielgruppe anschließen. DOMUS sind vier 24h Einrichtungen für Wiederholungstäter ab 18 Jahren mit langjähriger Drogen oder Alkoholabhängigkeit und chronischen psychiatrischen Krankheiten.

Die Gruppe de älteren Drogenkonsumenten kennzeichnet sich durch Personen ab 45 und älter, mit somatischen Problemen oder der Gefahr von akuten somatischen Problemen wobei Versorgung und Pflege eine Rolle spielen wird. Durch die vielfältig vorhandenen Hilfsfragen (Doppel / Trippeldiagnose), wobei der Drogenkonsum noch im Vordergrund steht, werden diese Menschen nicht in den Einrichtungen der regulären Altersversorgung akzeptiert. In der Forschung wird deutlich das Pflegeinrichtungen nicht imstande sind mit dem Verhalten dieser Menschen umzugehen.

Da es sich um eine wachsende Gruppe handelt, wird empfohlen spezialistische Wohn- und Pflegeeinrichtungen zu konzipieren. Gleichzeitig muss das Personal in solch einer Einrichtung gezielt geschult werden die Bewohner passend begleiten zu können. Außerdem sollte das Personal nicht nur die nötigen Kentnisse als auch die nötige Affinität mit älteren Konsumenten besitzen.

Die Autoren zeigen, dass Hilfe beim verrichten persönlicher Hygiene zum Beispiel beim duschen und an- und ausziehen aber auch beim Sauber machen der Zimmer und des Betten machens vonnöten ist. Es sollte ebenso für ein besseres Angebot psychischer Versorgung angesichts der Mehrfachdiagnosen und/oder Ausgabe von Medikamenten gesorgt werden.

Passende Hilfe is nach Dol und Oudekerken auch anbieten von sinnstiftenden Beschäftigungsprojekten, so kann wie das Beispiel des Projekt 'Woodstok' zeigt, ein deutlicher Schritt zum überwinden der Schwelle zur Nachbarschaft gesetzt werden. Gemeinsame Aktivitäten und Beschäftigungsprojekte verhindern das vereinsamen der Bewohner der Einrichtungen.

Erstaunlich ist, dass in keiner der bestehenden Einrichtungen bisher intensive Pflege und oder passende Hilfsangebote für ältere Konsumenten geboten wird. Erwartet wird sogar, dass die Anzahl Plätzen in den kommenden 2 Jahren abnehmen wird. Dies ist sorglich weil unser Untersuchung deutlich macht, dass mehr Plätze nötig sind. Schon in 1997 und 2001 wurde dies anbefohlen.

Einrichtungen in den 4 großen Städten von den Niederlanden (G4) mit passendem Angebot für ältere Drogensüchtige:

Amsterdam:

Leger des Heils Meerzorg Noorderburgh (22 Plätze), www.legerdesheils.nl/goodwillcentra-amsterdam/noorderburghLeger des Heils Gastenburgh (250 Plätze), www.legerdesheils.nlgoodwillcentra-amsterdam/actueel/prinses-beatrix-opent-bosshardtburghHvo Querido, Aak (60 Plätze), www.hvoquerido.nl/locatie/de-aak/Wichtig zu nennen ist, dass es sich bei diesen Einrichtungen handelt um zeitliche Aufnahme und nicht permanenten Wohnraum.

Rotterdam:

Centrum voor Dienstverlening, Havenzicht (20 Plätze), www.cvd.nl/afdeling/havenzicht-verpleegafdelingAuch hier handelt es sich um zeitliche Aufnahme und nicht permanenten Wohnraum.

Den Haag:

Woodstock (36 Plätze), www.parnassia.nl/hoe-wij-helpen/dak-en-thuislozenDies ist ein Altersheim für Drogensüchtige ab 45 Jahren. Aber auch hier ist kein Pflegepersonal, obwohl gerade dies für diese Mensen nötig ist.

Utrecht:

Leger des Heils, Meerzorg (14 Plätze), www.ouderenzorgutrecht.nl/locatie/95/Meerzorg_Utrecht.html
Auch hier handelt es sich um zeitliche Aufnahme und nicht permanenten Wohnraum.

(Übersetzung Hattmansdorfer und Köckert, jan 2014)


Die komplette Arbeit (in Niederländisch) können Sie hier als PDF herunterladen : Dokument : Afstudeerscriptie Op leeftijd en verslaafd, wie zorgt?